Gestüt Panker
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Das Gestüt Panker

Das Gestüt Panker, 1947 in Schleswig-Holstein von der Kurhessischen Hausstiftung unter der Führung von Landgraf Philipp von Hessen gegründet, gehört zu den ältesten Trakehner Gestüten Deutschlands. Seit Jahrzehnten bietet das Gestüt Panker einen würdigen Rahmen für die fürsorgliche gewissenhafte Zucht wertvoller, edler Trakehner.

Die bewährte Stutenherde, die ihren Ursprung auf das Hauptgestüt Trakehnen zurückführt, zeichnet sich durch hohe Qualität aus. Diese spiegelt sich nicht nur in ihren Zuchterfolgen wieder: Großes Fachwissen im ständigen Bemühen um eine Optimierung der Zuchterfolge und die vielseitige Ausbildung ihres Nachwuchses sind die Garanten für den Erfolg des Gestüts Panker.

Das Gelände des Gestüts Panker ist für die Zucht ideal. Saftige und nährreiche Weideflächen, von alten Bäumen bestanden, stehen auf über 25 Hektar zur Verfügung. Großzügige Boxen, ausgezeichnete Pflege und die weitläufigen Trainingsmöglichkeiten in allen Disziplinen bieten eine optimale Grundlage für die herausragende und vielseitige Leistungsbereitschaft unserer Pferde.
Im Glanz vergangener Zeiten...
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Trakehner vor dem Schloß Panker

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1978 - Drei Stuten (Tertia, Tradition, Tilsit) aus dem Stutenstamm der Tapete


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Auf den Weiden am Hessenstein

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Stutmeister Schulz Sonett und Kobra mit ihren Fohlen auf dem Weg zur Weide vor dem Torhaus in Schmoel

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Zwei Schmoeler Generationen: Herbstgold von Totilas und ihre Tochter Herbstsonne von Komet

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Der historische Krug "Ole Liese" ist der gesellschaftliche Mittelpunkt des Gestüts Panker

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Uwe Rohwedder, Stutmeister i.R., mit Herzröschen, Herzmuschel und Herzliche

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Der unvergessene Totilas

1946

Mit den deutschen Ostpreußen flohen vor 80 Jahren auch deren Pferde. „Die Pferde waren vor die Treckwagen gespannt, wochen- und monatelang unterwegs und retteten so das Leben ihrer Züchter und der Familien“, beschreibt Erhard Schulte.

In Schleswig-Holstein fanden sie eine neue Heimat. Der „Trakehner Verband“ wird in Westdeutschland neu gegründet und beginnt mit der Sammlung der geretteten Hengste und Stuten ostpreußischer Abstammung.

1947

Mit der Aufnahme von 20 ostpreußischen Stuten, die mit der Flucht aus Ostpreußen gerettet werden konnten, wird das Trakehner Gestüt Schmoel/Panker eingerichtet. Dazu gehörten:

Blitzrot von Hirtensang aus der Blitzmädel, geb. 1942

Corvette von Hirtensang aus der Contra, geb. 1942

Herbstzeit von Bussard aus der Herbstzeitlose, geb. 1942

Handschelle von Polarstern aus der Handelsherrin, geb. 1940

Kokette von Cancara aus der Kokarde, geb. 1938

Polarfahrt von Bussard aus der Polarluft, geb. 1940

Tapete von Pythagoras aus der Tapferkeit, geb. 1938

1949

Vertragsabschluß zwischen dem „Trakehner Verband“ und der Kurhessischen Hausstiftung (heute: Hessische Hausstiftung). Darin verpflichtet sich die Stiftung, als Beitrag zur Erhaltung der Kulturrasse des Trakehners, etwa 25 Stuten und zwei Hengste aufzunehmen und deren Fohlen bis zu ihrem dritten Lebensjahr aufzuziehen. Im Gegenzug geht jedes zweite Fohlen jeder Mutterstute in den Besitz der Stiftung über. Mit diesen Stutfohlen gründete die Stiftung ihre herausragende Herde.

1956

Die Jungpferde ziehen von Schmoel nach Panker um (vom Absetzer bis zur Remonte).

1959

Der Vertrag zwischen dem „Trakehner Verband“ und der Kurhessischen Hausstiftung läuft aus. Zu diesem Zeitpunkt verfügt die Stiftung über einen eigenen gefestigten Stutenstamm mit dem die Zucht in Schmoel/Panker erfolgreich fortgeführt und ausgebaut werden kann.

1960

Die noch in Ostpreussen geborenen Stuten fielen nach und nach aus

1963

Am 17. Januar 1963 traf man sich in Panker zur letzten Körung der jungen Trakehner Hengste, bevor diese Veranstaltung dann anlässlich der Jubiläumsfeier "230 Jahre Trakehnen" in der Holstenhalle in Neumünster zur ständigen Einruchtung wurde.

1975

Unter dem neuen Inspektor Dr. Rademann wurde im Rahmen einer Rationalisierung Panker zum lebendigen Mittelpunkt der erfolgreichen Zucht, indem nun auch die Mutterstuten in Panker ihre Boxen bezogen. Die Stutenherde wird nach Panker verlegt und damit in die bewährten Hände ihres neuen Stutmeisters Uwe Rohwedder gegeben.

2013

„Prima inter pares“ und damit Jahressiegerstute wurde "Tanzmusik", die bereits Siegerstute des Zuchtbezirks Schleswig-Holstein/Hamburg ist. Die Staatsprämienstute, so unterstrich Martin Spoo als Kommentator ist „ein ganz besonderes Pferd und eine Siegerin, wie man sie nicht jedes Jahr sieht mit allen Attributen einer Ausnahmestute“. Die Dame stammt vom Trakehner Hengst Herzruf aus der Tanzsport von Grafenstolz.

2020

"Tanzkönig", von "Fairmont Hill" aus der Staatsprämienstute und Prämienstute "Tanzmelodie" , wird Reservesieger auf dem Hengstmarkt 2020

2022

Die Trakehner werden als UNESCO Immaterielles Kulturerbe von der deutschen UNESCOKommission anerkannt. „Der Trakehner ist die älteste und edelste Reitpferdezucht der Welt, die einzige in Reinzucht“, manifestiert Lars Gehrmann, Zuchtleiter des Trakehner Verbandes.

"Tanzfürst", von "Dezember" aus der Jahressiegerstute "Tanzmusik" wird auf dem Hengstmarkt 2022 als Hengst gekört und prämiert. Der Junghengst wurde im Rahmen der Auktion von dem Gestüt Grafing erworben und wird ausgestellt über das Landesgestüt Marbach.

2023

"Tanzmusik" erhält zu Lebzeiten den Titel Elitestute