Trakehner vor dem Schloß Panker
1978 - Drei Stuten (Tertia, Tradition, Tilsit) aus dem Stutenstamm der Tapete
Auf den Weiden am Hessenstein
Stutmeister Schulz Sonett und Kobra mit ihren Fohlen auf dem Weg zur Weide vor dem Torhaus in Schmoel
Zwei Schmoeler Generationen: Herbstgold von Totilas und ihre Tochter Herbstsonne von Komet
Der historische Krug "Ole Liese" ist der gesellschaftliche Mittelpunkt des Gestüts Panker
Uwe Rohwedder, Stutmeister i.R., mit Herzröschen, Herzmuschel und Herzliche
Der unvergessene Totilas
Mit den deutschen Ostpreußen flohen vor 80 Jahren auch deren Pferde. „Die Pferde waren vor die Treckwagen gespannt, wochen- und monatelang unterwegs und retteten so das Leben ihrer Züchter und der Familien“, beschreibt Erhard Schulte.
In Schleswig-Holstein fanden sie eine neue Heimat. Der „Trakehner Verband“ wird in Westdeutschland neu gegründet und beginnt mit der Sammlung der geretteten Hengste und Stuten ostpreußischer Abstammung.
Mit der Aufnahme von 20 ostpreußischen Stuten, die mit der Flucht aus Ostpreußen gerettet werden konnten, wird das Trakehner Gestüt Schmoel/Panker eingerichtet. Dazu gehörten:
Blitzrot von Hirtensang aus der Blitzmädel, geb. 1942
Corvette von Hirtensang aus der Contra, geb. 1942
Herbstzeit von Bussard aus der Herbstzeitlose, geb. 1942
Handschelle von Polarstern aus der Handelsherrin, geb. 1940
Kokette von Cancara aus der Kokarde, geb. 1938
Polarfahrt von Bussard aus der Polarluft, geb. 1940
Tapete von Pythagoras aus der Tapferkeit, geb. 1938
Vertragsabschluß zwischen dem „Trakehner Verband“ und der Kurhessischen Hausstiftung (heute: Hessische Hausstiftung). Darin verpflichtet sich die Stiftung, als Beitrag zur Erhaltung der Kulturrasse des Trakehners, etwa 25 Stuten und zwei Hengste aufzunehmen und deren Fohlen bis zu ihrem dritten Lebensjahr aufzuziehen. Im Gegenzug geht jedes zweite Fohlen jeder Mutterstute in den Besitz der Stiftung über. Mit diesen Stutfohlen gründete die Stiftung ihre herausragende Herde.
Die Jungpferde ziehen von Schmoel nach Panker um (vom Absetzer bis zur Remonte).
Der Vertrag zwischen dem „Trakehner Verband“ und der Kurhessischen Hausstiftung läuft aus. Zu diesem Zeitpunkt verfügt die Stiftung über einen eigenen gefestigten Stutenstamm mit dem die Zucht in Schmoel/Panker erfolgreich fortgeführt und ausgebaut werden kann.
Die noch in Ostpreussen geborenen Stuten fielen nach und nach aus
Am 17. Januar 1963 traf man sich in Panker zur letzten Körung der jungen Trakehner Hengste, bevor diese Veranstaltung dann anlässlich der Jubiläumsfeier "230 Jahre Trakehnen" in der Holstenhalle in Neumünster zur ständigen Einruchtung wurde.
Unter dem neuen Inspektor Dr. Rademann wurde im Rahmen einer Rationalisierung Panker zum lebendigen Mittelpunkt der erfolgreichen Zucht, indem nun auch die Mutterstuten in Panker ihre Boxen bezogen. Die Stutenherde wird nach Panker verlegt und damit in die bewährten Hände ihres neuen Stutmeisters Uwe Rohwedder gegeben.
„Prima inter pares“ und damit Jahressiegerstute wurde "Tanzmusik", die bereits Siegerstute des Zuchtbezirks Schleswig-Holstein/Hamburg ist. Die Staatsprämienstute, so unterstrich Martin Spoo als Kommentator ist „ein ganz besonderes Pferd und eine Siegerin, wie man sie nicht jedes Jahr sieht mit allen Attributen einer Ausnahmestute“. Die Dame stammt vom Trakehner Hengst Herzruf aus der Tanzsport von Grafenstolz.
"Tanzkönig", von "Fairmont Hill" aus der Staatsprämienstute und Prämienstute "Tanzmelodie" , wird Reservesieger auf dem Hengstmarkt 2020
Die Trakehner werden als UNESCO Immaterielles Kulturerbe von der deutschen UNESCOKommission anerkannt. „Der Trakehner ist die älteste und edelste Reitpferdezucht der Welt, die einzige in Reinzucht“, manifestiert Lars Gehrmann, Zuchtleiter des Trakehner Verbandes.
"Tanzfürst", von "Dezember" aus der Jahressiegerstute "Tanzmusik" wird auf dem Hengstmarkt 2022 als Hengst gekört und prämiert. Der Junghengst wurde im Rahmen der Auktion von dem Gestüt Grafing erworben und wird ausgestellt über das Landesgestüt Marbach.
"Tanzmusik" erhält zu Lebzeiten den Titel Elitestute